Auf der schönsten Zeche Deutschlands
– Treffen in Essen mit unseren Freunden vom RC Coevorden, 10. bis 12. Mai 2024 –
Essen ist eine tolle Stadt, die Tradition und Moderne verbindet. Ideal für alle, die ein Stück urbanes Ruhrgebiet erleben möchten – und somit auch ideal für ein großartiges rotarisches Wochenende mit unseren Freunden von RC Coevorden. Das Programm dieses Treffens, das so schon vor einigen Jahren von unserem Freund Klaus Nüchter geplant worden war, dann aber aufgrund der Pandemie verschoben werden musste, ließ nichts zu wünschen übrig: Nach dem Einchecken im Mercure Hotel Plaza traf sich der deutsch-holländische Freundeskreis zum Auftakt im fußläufig gelegenen Restaurant „Edda“, das dem Museum Folkwang angegliedert ist, zu einem gemeinsamen Abendessen, bei dem es an nichts mangelte, vor allem nicht an guter Stimmung und Wiedersehensfreude.
Am Samstag dann gleich drei imposante Höhepunkte: Besuch der „Zeche Zollverein“, die eines der bedeutendsten und schönsten Industriedenkmäler Deutschlands darstellt und ein lebendiges Symbol für den Wandel des Ruhrgebiets von der Kohleindustrie hin zu Kunst und Kultur ist. In zwei Gruppen erkundeten wir das weitläufige Gelände, das an vielen Stellen einen „Lost places“-Charme aufweist: Relikt einer vergangenen Zeit. Nach einer Verschnaufpause am Nachmittag war die legendäre „Villa Hügel“ unser Ziel: Sie wurde von 1870 bis 1873 im Auftrag von Alfred Krupp erbaut und war bis 1945 Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp. Das Anwesen umfasst 399 Räume mit rund 11.000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche und liegt inmitten eines 28 bis 40 Hektar großen Parks. Die Villa gilt als Symbol der deutschen Industrialisierung und war ein Ort bedeutender gesellschaftlicher und politischer Empfänge. Da wir nur eine knappe Stunde Zeit hatten, musste die Besichtigung im Schnelldurchgang erfolgen, war aber dennoch sehr eindrucksvoll.
Den Abschluss des ereignisreichen Tages bildete dann ein Abendessen in einem historischen Fachwerkhaus mit Traditionsgaststätte auf der Margarethenhöhe – dem Hülsmannshof. Dort gab es im Garten einen Sektempfang, ehe wir uns innen ins Gebälk zum Abendessen verkrochen und die deutsch-holländische Freundschaft mit rotarischen Reden weiter festigten. Was damals noch niemand wusste: Im Juni 2025 schloss der Hülsmannshof nach 27 Jahren seine Türen und beendete damit eine Ära.
Auch der Sonntagvormittag hatte noch etwas zu bieten – für alle, die sich noch was bieten lassen wollten: nämlich einen Besuch im Museum Folkwang, das ja – siehe oben – in unmittelbarer Entfernung zum Clubhotel lag. Im Entrée des Museums gab es einen ungewöhnlichen Blickfang: eine Videowand fing die Besucher leicht zeitversetzt und mit Slow-Motion-Effekten ein und sorgte somit für einen Hingucker der besonderen Art. Auch ansonsten bot das Museum vielfältige Kunstimpulse und setzte somit einen bunten Schlusspunkt für unser Treffen in Essen ... für immer unvergessen! :-)
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